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Julius Seyler München Akt Erotik nude body Dante-Allegorie Impressionismus Zügel

Julius Seyler (1873 in München - 1958 ebenda): "Eng umschlungen" originale Mischtechnik (Aquarell und Ölfarben) auf Malpapier ca. 15x10,5cm; links unten signiert; um 1930

 

 

Julius Seyler studierte von 1891 bis 1892 an der Münchner Akademie als Schüler von Wilhelm von Diez, wechselte dann zur Privatschule von Ludwig Schmid-Reutte, um 1894 wieder zu Wilhelm Diez zurückzukehren. Ab 1900 war er Schüler von Ludwig von Herterich und von 1901 bis 1905 Schüler von Heinrich von Zügel. 1903 studierte er in Holland Gemälde von Mauve und den Brüdern Maris. Ab 1910 entstanden in Belgien seine ersten Krevettenfischer-Bilder. Noch im selben Jahr heiratete er seine Malschülerin Helga Boeckmann. Auf einer Studienreise nach Paris 1912 wirkten die Wegbereiter der Moderne: Cézanne, van Gogh und Gauguin besonders stark auf ihn. Besonders prägend war sein Nordamerika-Aufenthalt in den Jahren 1913 bis 1921. Seyler ließ sich dort zeitweise als Farmer in Wisconsin nieder. Es entstanden zahlreiche Indianerbilder. 1924 wurde er von der Münchner Akademie zum Professor ernannt. Nachdem er in den 30er Jahren länger auf Sylt gelebt hatte, hielt er sich während des Zweiten Weltkrieges in Icking und in Hirschau am Chiemsee auf, danach wieder in München, wo er am 23. November 1955 verstarb. Julius Seylers Malerei steht sowohl unter dem Zeichen der Münchener Impressionisten wie Zügel, als auch der belgischen und französischen Maler Mauve, Maris, van Gogh und Cézanne. In seiner Frühzeit war sein Stil mit seinem breitflächigen und pastosen Farbauftrag noch ganz von seinem großen Lehrer Heinrich von Zügel geprägt. Im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts entwickelte er dann eine bewegte und leichte Pinselschrift mit bisweilen kalligraphischen Tendenzen.

 

 

 

 

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